MIT-Neujahrsempfang in Kuppenheim: Mittelstand, Industrie und Aufbruch für Baden-Württemberg
Mit einem starken Neujahrsempfang ist die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Baden-Baden/Rastatt in das politische und wirtschaftliche Jahr 2026 gestartet. Unternehmer, Selbstständige, Handwerker und politische Entscheidungsträger kamen am Hauptsitz des Familienunternehmens Hettich in Kuppenheim zusammen, um über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg zu sprechen. Gastgeber war bewusst ein Betrieb aus dem Herzen des regionalen Mittelstands. Die Firma Hettich, 1924 gegründet, blickt heute auf über ein Jahrhundert Unternehmensgeschichte zurück. Das Familienunternehmen wird inzwischen in vierter Generation geführt. Jürgen Hettich, der das Unternehmen in dritter Generation aufgebaut und geprägt hat, hat die Verantwortung weitgehend an seine beiden Söhne Philipp und Matthias Hettich übergeben.
Mit mehr als 20 Beschäftigten steht der Betrieb beispielhaft für das, was den badischen Mittelstand ausmacht: Bodenständigkeit, Verlässlichkeit, regionale Verwurzelung und der Wille, sich immer wieder neu auf veränderte Märkte einzustellen.
In seinem Grußwort berichtete Jürgen Hettich offen über die Anfänge des Unternehmens, über den Aufbau am Standort Kuppenheim und über die Herausforderungen, denen sich ein mittelständischer Betrieb heute stellen muss.
Er sprach über Fachkräftemangel, steigende Kosten, Bürokratie und internationale Konkurrenz, aber auch über den Mut, Lösungen zu suchen und unternehmerisch zu handeln. Gerade diese Mischung aus Tradition und Anpassungsfähigkeit sei es, die Familienunternehmen stark mache.
Die Kreisvorsitzende der MIT Baden-Baden/Rastatt, Dr. Anemone Bippes, griff diesen Gedanken in ihrer Begrüßung auf. Der Mittelstand sei nicht nur ein Wirtschaftsfaktor,
sondern das Rückgrat der Gesellschaft. Wer Ausbildungsplätze schafft, investiert und Verantwortung übernimmt, brauche eine Politik, die nicht ständig neue Hürden errichtet. Es gehe um Planungssicherheit, verlässliche Rahmenbedingungen und Respekt vor Leistung.
Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt des CDU-Landesvorsitzenden Manuel Hagel. Trotz hörbar angeschlagener Stimme sprach er über 65 Minuten und stellte sich
anschließend den Fragen der Gäste. Mit Blick auf die Landtagswahl am 8. März 2026, bei der er als Spitzenkandidat der CDU antritt, machte Hagel deutlich, dass er Baden-
Württemberg wieder auf einen wirtschaftlichen Erfolgskurs führen will.
In seiner Rede zeichnete Hagel ein klares Bild der Lage. Baden-Württemberg sei hochindustrialisiert und stark vom Export abhängig. Handelskonflikte, staatlich geförderte
Konkurrenz aus China, steigende Energiepreise und politische Unsicherheit setzten die Unternehmen unter Druck.Der bisherige Wohlstand sei keine Selbstverständlichkeit mehr. Es brauche wieder eine Politik, die Wertschöpfung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt, statt sich in ideologischen Debatten zu verlieren.
Besonders deutlich wurde Hagel bei der Zukunft der Automobilindustrie. Er sprach sich klar gegen ein Verbot des Verbrennungsmotors aus und forderte echte Technologieoffenheit. Die Politik solle Ziele definieren, aber nicht mit Verboten entscheiden, welche Technik sich durchsetzt. Nur so könne Baden-Württemberg seine Rolle als führender Industriestandort behalten.
Große Bedeutung maß Hagel der Künstlichen Intelligenz bei. Er kündigte die Gründung einer landesweiten Universität für anwendungsorientierte KI an, die Forschung, Industrie und Mittelstand eng miteinander verknüpfen soll. KI dürfe nicht im akademischen Elfenbeinturm bleiben, sondern müsse in die Betriebe, in die Produktion und in neue Geschäftsmodelle gebracht werden. Es gehe um neue Wertschöpfung, neue Arbeitsplätze und die Sicherung der industriellen Basis des Landes.
Auch in der Bildungspolitik fand Hagel klare Worte. Leistung müsse wieder stärker zählen. Chancengleichheit sei richtig, Ergebnisgleichheit jedoch falsch. Frühkindliche
Sprachförderung, verbindliche Standards und ein leistungsorientiertes Schulsystem seien die Grundlage für Integration, Fachkräfte und wirtschaftlichen Erfolg. Sprache sei der Schlüssel für Bildung und Teilhabe.
Beim Thema Sicherheit betonte Hagel, dass nicht nur Statistiken zählten, sondern das Sicherheitsgefühl der Menschen. Öffentliche Räume müssten wieder sicherer werden.
Moderne Technik wie KI-gestützte Videoüberwachung könne dabei helfen. Der Staat müsse die Bürger schützen und nicht die Täter schonen.
Das Schlusswort übernahm der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Becker aus Ötigheim. Er unterstrich nochmals die zentrale Bedeutung eines starken Wirtschaftsstandorts für die Region. Ohne erfolgreiche Unternehmen gebe es keine Arbeitsplätze, keine Steuereinnahmen und keine lebendigen Kommunen. Der Mittelstand sei der Stabilitätsanker
Baden-Württembergs und müsse wieder stärker in den Fokus der Politik rücken.
Ein besonderer Dank galt den MIT-Mitgliedern Dr. Dagmar Wilbs, Rolf und Irene Seeger sowie Guido Heft für die hervorragende Organisation des Abends.
Der Neujahrsempfang der MIT Baden-Baden/Rastatt setzte damit ein klares Signal: Der Mittelstand ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. Jetzt braucht es eine Politik, die ihm wieder den Rücken stärkt, damit Baden-Württemberg wirtschaftlich nach vorne kommt. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ist mit rund 25.000 Mitgliedern der größte parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT setzt sich für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und für mehr wirtschaftliche Vernunft in der Politik ein.
Die beigefügten Bilder dürfen in direktem Zusammenhang mit diesem Artikel und der Berichterstattung über die MIT Nordbaden verwendet werden. Eine weitergehende Nutzung ist nach Rücksprache und Freigabe durch Martin Kandzior ebenfalls möglich.
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Martin Kandzior
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